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Die gleiche Diagnose - Inkohärenz, die über das "Etwas" gestellt
wird - trifft aber auch auf Argentinos Epos "Die Erde" zu: "eine Reihe
scheinbar inkohärenter Bilder". Der Unterschied zwischen den beiden
gleichartigen Aufzählungen ist: Argentino will das Ganze, der fiktive
Borges, der sein Schreiben reflektiert, will "Etwas", das den Eindruck
des Ganzen vermittelt. In seinem Essay Die Erzählkunst und die
Magie unterscheidet Borges zwischen "dem natürlichen [Kausalvorgang],
der das unaufhörliche Ergebnis kontrollierbarer und unendlicher Wirkungsvorgänge
ist, und dem magischen, bei dem die Einzelheiten weissagen, und der klar
und begrenzt ist". Es ist dies die "Magie", die auch dem falschen Villari
die Notwendigkeit der Dinge im Warten verleihen soll: dem kontrollierbaren
Unendlichen wird - wie in der Kunst - mit der inkohärenten Begrenzung
begegnet, genau das ist die Bedeutung, die die Wartezeit - über die
rationale Notwendigkeit, dem Todfeind nicht zu begegnen, hinaus - für
den Mann - nun weder Alltagsmensch noch Gangster unter seinesgleichen -
bekommt. Das Scheitern des falschen Villari ist dabei, daß er die
Magie im Kausalen sucht. - Das Aleph schließlich kann man als die
Materialisation einer göttlichen Eigenschaft betrachten: Der Herrgott
sieht alles!
(Dieser vielleicht etwas arbiträr erscheinende Exkurs wird hoffentlich
durch das Folgende legitimiert.)
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